Eine Gruppe der „Omas gegen Rechts“ aus Lemgo in Nordrhein-Westfalen machte auf ihrer Wanderung von Lemgo nach Stendal in Eitzum Rast. Am Freitagnachmittag, den 28. August, kam die Reisegruppe am Dorfgemeinschaftshaus in Eitzum an. Mit Rucksäcken, Banner der „Omas gegen Rechts“ und Fähnchen zogen die Engagierten ein.
Empfang mit Applaus, Kaffee und Kuchen
Die Eitzumer empfingen die Wandergruppe mit Applaus. Die Wiese um das Dorfgemeinschaftshaus in dem Ortsteil von Schöppenstedt war geschmückt mit Bannern der Vereine vor Ort, Bierzeltgarnituren und Kaffee und Kuchen standen bereit.
„Wir wollten sie hier nett empfangen“, sagt die Eitzumerin Gesa Roloff. Sie hatte den Empfang vor Ort organisiert. Der Kontakt entstand über ehemaligen Eitzumer Janosch Strutz. Der Zimmerer war als ehemaliger Wandergeselle noch in Kontakt mit weiteren Ehemaligen.

Interesse an der Initiative „Omas gegen Rechts“
In einer Telegramgruppe fragte jemand, ob jemand entlang der Wanderroute der „Omas gegen Rechts“ diese aufnehmen könnte. Strutz stellte dann den Kontakt für den Stopp in Eitzum her. Die Eitzumer freuen sich nicht nur über den Besuch. „Wir freuen uns auch, mehr über die Initiative zu erfahren“, sagt Roloff.
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Nach dem Empfang mischte sich die Gruppe und Gespräche entstanden. Unter anderem ging es immer wieder darum, was Demokratie und Engagement für die Teilnehmenden bedeuten.

Für die „Omas gegen Rechts“ heißt das, von ihrem Heimatort in die Altmark zu laufen. 300 Kilometer sind es von der Stadt bei Bielefeld bis Stendal. Über Feld-, Rad- und Wanderwege geht es für die Gruppe seit Mittwoch, den 19. August, in Richtung der Hansestadt in der Altmark. Die Reise soll 16 Tage dauern, zwischen neun und 27 Kilometern laufen die Teilnehmerinnen pro Tag.
Regen zum Start der Wanderung
Die Gruppe startete zu sechst in Lemgo. Gleich zu Beginn liefen sie in strömendem Regen, wie Gruppenleitung Silvia Stephan erzählt. Als sie im ersten Übernachtungsort Reine ankamen, waren sie komplett durchnässt.
Silvia Stephans Mann begleitet die Gruppe mit dem Auto, wo er unter anderem Gepäck mitnimmt. Zwei der Mitlaufenden konnten nur die ersten Etappen mitlaufen. So kamen nur vier Personen in Eitzum an.
Am nächsten Morgen ging es dennoch weiter, sogar in Begleitung. Ein Fernsehteam des ZDF begleitete die Gruppe die ganzen 19 Kilometer bis Hameln. Die Reisegruppe war noch Tage später davon beeindruckt. Das Fernsehteam lief die Strecke mit Equipment: Kamera, Mikrophonangel und weitere Technik wurden getragen.
Idee auf Stammtisch der Gruppe
Die Idee zu der Wanderung nach Stendal kam den „Omas“ während eines Stammtisches. Sie überlegten, wie sie die „Omas gegen Rechts“ in Sachsen-Anhalt vor der Landtagswahl im September unterstützen können. Dort entstand die Idee mit der Wanderung in die Partnerstadt Stendal.
Stephan schrieb erst einmal die „Omas gegen Rechts“-Gruppen in der Altmark, Stendal, Magdeburg und im Harz an, „ob sie überhaupt Interesse haben, dass wir kommen.“ Diese hätten sich aber sehr gefreut.
So könnte man nicht nur Unterstützung in Sachsen-Anhalt zeigen, sondern auch auf dem Weg Gespräche führen und auf ihr Ziel aufmerksam machen. „Mit unserer Wanderung wollen wir zeigen, was für ein tolles Land wir haben“, erzählt Stephan. „Und dass wir ein Grundgesetz haben, das es zu schützen gilt.“ Deswegen hat die kleine Gruppe auch eine kleine Deutschlandfahne dabei.
In 16 Tagen bis nach Stendal
Auf ihrer Wanderung sammelten sie bis zu dem Freitag nur gute Erfahrungen. In vielen Orten wurden sie herzlich begrüßt, oft mit einem Aufgebot der Leute vor Ort.
In einem Hotel müssen sie nur selten schlafen. Wie in Eitzum schlafen die drei Frauen und der begleitende Mann bei Leuten vor Ort zu Hause. Am Donnerstag, den 3. September 2026, soll die Reise in Stendal zu Ende gehen.
Beitragsbild: Die „Omas gegen Rechts“ wollen ein Zeichen für Demokratie setzen aufmerksam machen. Fotos: Sophie Weinmann

Ein Kommentar
Das war ein wunderbares Nachmittag unter den Bäumen im Garten des Dorfgemeinschaftshauses mit vielen interessanten Gesprächen. Danke für die Organisation, danke an die „Omas gegen rechts“, die für die Demokratie unterwegs sind!