Im Naturschutzgebiet rund um den Heeseberg laufen derzeit umfangreiche Pflegearbeiten, um seltene Lebensräume zu erhalten. Kurz vor Beginn der Blütezeit des Frühlings-Adonisröschens werden noch letzte Maßnahmen umgesetzt.
Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreis Helmstedt hat dafür Fördermittel aus dem Programm zum „Erhalt und zur Entwicklung der biologischen Vielfalt“ erhalten. Die Mittel stammen vom Land Niedersachsen sowie aus EU-Fördergeldern und sind Teil des europäischen Schutznetzwerks Natura 2000.
Seltener Lebensraum soll geschützt werden
Ziel der Maßnahmen ist es, wertvolle Steppenrasenflächen zu schützen. Diese trockenwarmen Lebensräume sind in Niedersachsen selten – große Teile befinden sich im Landkreis Helmstedt. Sie bieten spezialisierten Pflanzenarten eine Heimat, etwa dem auffälligen Frühlings-Adonisröschen oder dem seltenen Haar-Pfriemengras.
Bereits im Januar und Februar wurden erste größere Arbeiten durchgeführt. In den Naturschutzgebieten Heeseberg sowie Hahntal und Höckels entfernten beauftragte Fachfirmen Gehölze und befreiten verbuschte Flächen. Auch gegen die invasive Baumart Robinie wird vorgegangen. Sie wird zunächst durch das sogenannte Ringeln geschwächt und später vollständig zurückgedrängt.
Die freigestellten Bereiche werden im Rahmen des Förderprogramms bis 2028 regelmäßig gepflegt, damit sie nicht erneut zuwachsen. Ab 2029 sollen die Flächen dauerhaft in ein Pflegekonzept übergehen.
Beitragsbild: Am Heeseberg werden Pflegearbeiten durchgeführt. Foto: Landkreis Helmstedt
