Das Radverkehrskonzept, das am 18. September 2025 der Stadtratssitzung in Schöppenstedt vorgestellt wurde, kommt ins Rollen. Die Maßnahmen für Entwürfe und Absprachen zwischen den unterschiedlichen Fraktionen wurde eingeleitet. Laut der Bürgermeisterin Andrea Föniger gäbe es viele Möglichkeiten dieses Projekt umzusetzen.
Eine Möglichkeit wäre, dass die Bahnhofstraße (B82) einen einseitigen Schutzstreifen in Kombination mit einer ebenfalls einseitigen Piktogrammkette erhält. Die Stadt bringt bei einer Piktogrammkette in regelmäßigen Abständen weiße Fahrradsymbole mit Richtungspfeilen auf der Fahrbahn auf. Die Piktogramme sollen den Verkehr klarer strukturieren und für weniger Irritationen sorgen.
Ein anderer Entwurf würde die Banslebener- und die Neue Straße betreffen. Auch hier würden Piktogramme zum Einsatz kommen. Hinzukommen würde ein sogenannter Radaufstellstreifen. Dieser bietet Platz, um das Fahrrad dort abzustellen.
Laut Föniger müssen sich die einzelnen Fraktionen des Stadtrats nun hinsichtlich der Durchsetzbarkeit und der Kosten abstimmen.
Beitragsbild: Neuigkeiten zum Radverkehrskonzept in Schöppenstedt Foto: Stock

2 Kommentare
Sehr geehrter Herr Prönnecke,
vielen Dank für Ihre ausführliche Stellungnahme zum Radverkehrskonzept.
Genau die von Ihnen geforderte Bürgerbeteiligung ist bereits vorgesehen: Sowohl Sie als auch alle anderen interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich an den weiteren Beratungen im Bauausschuss zu beteiligen. Dort werden Ihre Anregungen und Bedenken selbstverständlich gehört und in die Entscheidungsfindung einbezogen.
Die von Ihnen angesprochenen Punkte – Verkehrssicherheit, Kosten-Nutzen-Verhältnis und Auswirkungen auf Anwohner und Gewerbe – sind wichtige Aspekte, die im Rahmen des weiteren Verfahrens sorgfältig geprüft werden. Dafür ist der Bauausschuss genau der richtige Ort.
Ich freue mich auf eine konstruktive Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger in diesem Prozess.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Föniger
Bürgermeisterin
Stellungnahme zum Radverkehrskonzept in Schöppenstedt
Mit Interesse habe ich den Bericht über das vorgestellte Radverkehrskonzept in Schöppenstedt gelesen. Grundsätzlich ist es zu begrüßen, wenn sich eine Stadt Gedanken über Verkehrssicherheit und zukunftsfähige Mobilität macht. Dennoch stellen sich bei den vorgeschlagenen Maßnahmen einige Fragen.
Insbesondere die geplanten Veränderungen auf der Bahnhofstraße (B82) erscheinen diskussionswürdig. Als Bundesstraße erfüllt sie eine wichtige Funktion für den überörtlichen Verkehr. Eingriffe wie einseitige Schutzstreifen oder Piktogrammketten könnten – je nach Straßenbreite – zu Einschränkungen führen. Es ist zu befürchten, dass Parkflächen entfallen oder Fahrspuren deutlich verengt werden. Gerade für Anwohner, Gewerbetreibende und ältere Bürgerinnen und Bürger wären wegfallende Parkmöglichkeiten eine spürbare Belastung.
Zudem stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Der aktuelle Radverkehr in Schöppenstedt ist überschaubar. Daher sollte transparent dargelegt werden, auf welchen Zahlen und Prognosen das Konzept basiert. Infrastruktur muss sinnvoll geplant sein, sie sollte tatsächlichen Bedarf berücksichtigen und darf nicht allein aus Förderlogiken heraus entstehen.
Bürgermeisterin Andrea Föniger betont die verschiedenen Umsetzungsoptionen. Umso wichtiger ist es nun, die wirtschaftlichen Auswirkungen, die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer und die Interessen der Anlieger sorgfältig gegeneinander abzuwägen.
Eine offene Bürgerbeteiligung und transparente Kosten-Nutzen-Darstellung wären aus meiner Sicht wünschenswert, bevor weitreichende Veränderungen beschlossen werden.