In einem ehemaligen Schlachtbetrieb in Evessen haben das Veterinäramt des Landkreises Wolfenbüttel und die Polizei Ende Mai eine mutmaßlich unzulässige Schlachtung von Schafen unterbunden. Das teilte die Tierschutzorganisation „Team Tierschutz“ in einer Pressemitteilung mit.
Nach Angaben der Polizei Wolfenbüttel unterstützten Einsatzkräfte das Veterinäramt bei einer Kontrolle auf dem Gelände eines früheren Schlachtbetriebs. Die eigentliche Überprüfung erfolgte durch das Veterinäramt.
Nach Informationen des Landkreises steht der Eigentümer des Grundstücks nicht im Zusammenhang mit den vor Ort festgestellten Vorgängen. Der frühere Schlachtbetrieb war bereits 2025 eingestellt worden. Die für den gewerblichen Schlachtbetrieb erforderliche Zulassung wurde seinerzeit zurückgegeben. Die Räumlichkeiten durften jedoch weiterhin für private Schlachtungen genutzt und vermietet werden, wie es vom Landkreis heißt.
Diese sogenannten Hausschlachtungen erfolgen laut Veterinäramt für den späteren privaten Verzehr des Fleischs der Tiere. Trotzdem müssen diese Schlachtungen beim Landkreis angemeldet werden, damit ein Arzt sich die Tiere vorher in einer sogenannten Fleischbeschau ansehen kann. Dabei überprüft das Veterinäramt, ob die Tiere zum Verzehr geeignet sind.
Behörde prüft rechtliche Schritte gegenüber Verantwortlichen
Bei der Kontrolle am 28. Mai wurden nach Angaben des Veterinäramtes insgesamt 17 Schafe auf dem Gelände festgestellt. Sechs Tiere sollen bereits geschlachtet gewesen sein, als die Mitarbeitenden des Veterinäramtes eintrafen. Der Eigentümer des Geländes war zu dem Zeitpunkt nicht vor Ort. Die Behörde prüft die Umstände des Vorfalls.
Obwohl die Tiere sachgemäß betäubt und getötet wurden, war die Schlachtung selbst laut Landkreis nicht angemeldet. Deswegen mussten die schon getöteten Tiere auf Kosten des Schlachters an dem Tag entsorgt werden.
Die Behörde prüft ordnungsrechtliche sowie strafrechtliche Schritte. Die Ermittlungen richten sich gegen die für die Schlachtungen verantwortlichen Personen.
Weitere Informationen stehen derzeit noch aus. Der Artikel wird aktualisiert, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
Beitragsbild: In Evessen hat das Veterinäramt eine illegale Schlachtung gestoppt. Foto: Weinmann

2 Kommentare
Oh man als ich den Artikel gelesen habe dachte ich das es der Fleischer nicht verdient hat so angegriffen zu werden.Habe dort selber im Betrieb gearbeitet sehr oft bis spät abends immer anstehende Feiertage davor sehr lange .Da hat nie jemand gemeckert war alles immer gut Hauptsache die Kunden haben das bekommen was sie dann haben wollten. Egal wie wir es geschafft hatten.
Die sollten sich schämen den Betrieb so bloß zustellen.
Schade, das man sich damit seinen guten Ruf ruiniert.