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Das "SegensReich" in Schöppenstedter steht vor einem Umbruch. Eine zentrale Förderung des Projektes läuft 2027 aus.

Schöppenstedter SegensReich steht vor finanzieller Herausforderung

Das Begegnungszentrum „SegensReich“ im Schöppenstedter Gemeindehaus der evangelischen Kirche steht vor einem Umbruch. Eine zentrale Förderung des Projektes läuft 2027 aus, die anschließende Finanzierung ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Egal ob Veranstaltungen, Freizeit oder Vereinsleben, viele Leute aus der Eulenspiegelstadt und Umgebung sind oder waren schon einmal in Kontakt mit dem Projekt. Seit gut vier Jahren besteht das SegensReich in seiner jetzigen Form. 2022 wurde es von der Kirchengemeinde und der Diakonie im Braunschweiger Land als Träger gestartet, weiß Helge Böttcher, Beauftragter für Diakonie.

Ein Team von rund 50 Ehrenamtlichen organisiert mittlerweile gemeinsam mit der Leiterin Kerstin Hoffmann zahlreiche Veranstaltungen für Jung und Alt. „Monatlich besuchen durchschnittlich mehr als 1.300 Menschen die Angebote vom SegensReich“, berichtet das Bürgerforum der Stadt.

„Das SegensReich ist ein gutes und wichtiges Projekt mit einem erheblichen Mehrwert für Schöppenstedt“, sagt Böttcher. Deswegen wollen alle Beteiligten das Angebot weiterführen.

Mittlerweile wird das Projekt von fünf Trägern getragen:

  • der Kirchengemeinde Dreieinigkeit Schöppenstedt,
  • der Diakonie im Braunschweiger Land,
  • dem LAG Soziale Brennpunkte Niedersachen e. V.,
  • der Samtgemeinde Elm-Asse und
  • dem Landkreis Wolfenbüttel

Träger wollen SegensReich erhalten

Die Kirchengemeinde übernimmt laut Böttcher die projektbezogenen Sachkosten und stellt das Gebäude. Neben eingebrachten Mitteln der vier Partner fördert die LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e. V. das Projekt seit 2022 für fünf Jahre. Der Verein übernahm laut Böttcher im Rahmen der Förderung einen Großteil der Personalkosten.

Die Förderung fällt im April 2027 weg. Laut Bürgerforum erlauben die Statuten des Vereins eine Folgeförderung nicht. Dass sie endet, „kommt nicht überraschend, sondern war von Beginn an absehbar und entspricht der üblichen Förderlogik“, schreibt Böttcher.

Er betont, dass sich die Träger um eine Anschlussfinanzierung kümmern. „Bereits seit mehr als einem Jahr befinden wir uns gemeinsam mit allen Beteiligten in Gesprächen darüber, wie eine dauerhafte Anschlussfinanzierung sichergestellt werden kann“, heißt es aus der Diakonie. Momentan würden verschiedene Finanzierungsmodelle und andere Förderungen geprüft.

Folgende Finanzierung noch nicht geklärt

Wie das am Ende aussehen wird, kann er jetzt aber noch nicht sagen. Es sei nämlich auch noch nicht klar, wie sehr sich die einzelnen Partner an der Finanzierung beteiligen können. Grund dafür sind die jeweiligen Haushalte für das kommende Jahr und weitere förderrechtliche Rahmenbedingungen.

Würde die Anschlussfinanzierung nicht stehen, würden weite Teile des Projektes leiden. Böttcher verweist auf „die koordinierte Projektarbeit, zahlreiche Veranstaltungs- und Begegnungsangebote sowie die professionelle Begleitung der Ehrenamtlichen“, die dann nicht mehr angeboten oder anderweitig organisiert werden müssten.

„Für den dauerhaften Betrieb gibt es unterschiedliche Szenarien, die mit Blick auf den notwendigen Personalaufwand unterschiedliche Finanzierungsbedarfe nach sich ziehen würden“, so Böttcher. Die Träger prüfen auch alternative Möglichkeiten, wie eine gemeinnützige GmbH. Diese würden aber wohl alleine nicht reichen, um die finanzielle Lücke zu füllen.

Bürgerforum setzt sich für dauerhaftes Bestehen ein

Das Bürgerforum sieht die projektbasierte Organisation als Problem. Das gibt dem SegensReich jeweils immer eine begrenzte Laufzeit. Ziel solle es laut Bürgerforum sein, ein tragfähiges Finanzierungskonzept für das SegensReich zu entwickeln. So würde das Projekt zu einer festen Institution und „so können Planungssicherheit und Kontinuität gewährleistet werden.“

Auch mehrere mögliche neue Förderer würden das Projekt hauptsächlich zwischenfinanzieren. Diese ist laut Bürgerforum für weitere 1,5 bis 3 Jahre angesetzt.

„Bis April 2027 bleibt nicht mehr viel Zeit, und Planungssicherheit ist für alle Beteiligten von großer Bedeutung“, finden die Mitglieder vom Bürgerforum. Die Gruppierung wolle verhindern, dass „engagierte Menschen ihre Zukunft anders planen müssen, weil die Fortführung des Projekts ungewiss bleibt.“

Die Planungen für eine weitere Finanzierung des SegensReich sind währenddessen im vollen Gange. Anfang Juni ist ein weiteres Treffen der Kooperationspartner geplant, um weiter für eine Zukunft des SegensReichs zu arbeiten.

Beitragsbild: Das SegensReich sitzt im Gemeindehaus und bietet vielen Vereinen eine Heimat. Foto: Archiv

2 Kommentare

  1. Das SegensReich darf nicht „sterben“
    Ich leiste jährlich über 500 Stunden ehrenamtlich in diesem tollen Projekt und mit mir viele Menschen im Ehrenamt.
    Wir hoffen gemeinsam auf eine Lösung und sind bereit noch mehr Einsatz zu bringen, für ein “ Gemeinsam gegen Einsam“. Schöppenstedt braucht das SegensReich

  2. Der Verlust des segensreich wäre eine Katastrophe. Ich hoffe es findet sich bald eine Lösung.

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