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Mit Blick auf den Jahreswechsel erinnert die Samtgemeinde Elm-Asse an klare Regeln rund um das Abbrennen von Feuerwerk.

Silvester-Feuerwerk: Tradition mit Risiken für Mensch, Tier und Umwelt

Für viele gehören Raketen, umgangssprachlich böllern genannt, zu Silvester dazu. Doch das bunte Spektakel kommt mit negativen Folgen und Risiken.

Zum Jahreswechsel haben Menschen in Deutschland insgesamt 197 Millionen Euro für Raketen ausgegeben. Den Verband der pyrotechnischen Industrie freut der Umsatz, die Nutzenden hübsches Feuerwerk, geht alles gut.

Neujahr feiern die Menschen, so lange sie schon im Jahresrhythmus leben. Im Alten Rom lag Neujahr im März, im frühen Christentum begann das neue Jahr an Weihnachten oder an den heiligen drei Königen am 6. Januar. Ein einheitlicher Kalender über viele Landesgrenzen hinweg wurde erst 1582 von Papst Gregor XIII. eingeführt. Bis Neujahr auf dem 1. Januar lag, hat es noch gut 100 Jahre gedauert.

Feuerwerke werden zu Silvester erst seit circa dem 17. Jahrhundert entzündet. Ein wichtiger Bestandteil für Pyrotechnik ist nämlich Schwarzpulver, das erst im Mittelalter entwickelt wurde. In der frühen Neuzeit wollten Herrscher mit Feuerwerk andere Teile der Elite beeindrucken. Vor 150 Jahren etwa zündeten die Raketen nicht mehr Soldaten, sondern sogenannte Feuerwerker. Das öffnete der breiteren Bevölkerung den Zugang zu Feuerwerk.

Feuerwerk ist nicht ungefählich

Wie bei allem im Leben sollte auch das Feuerwerk zum Jahreswechsel gut überlegt sein. Denn die Pyrotechnik hat auch andere Effekte als bunte Lichter. Seit einigen Jahren warnen deswegen immer mehr Experten wie medizinisches Personal, Feuerwehrleute und Tierschützer aus verschiedenen Gründen vor unbedachtem Böllern oder generell vor dem Abrennen von Feuerwerk.

Häufig werden Haus- und Wildtiere angeführt, die durch die vielen sehr lauten Knallgeräusche und Lichtblitze erschrecken und im schlimmsten Fall sterben können. Tiere haben außerdem viel bessere Sinnesorgane als Menschen.

Die Geräusche, das Licht und der Feinstaub haben gravierendere Auswirkungen auf Hunde, Katzen, Pferde und Vögel als auf Menschen. Menschen können zudem noch Gehör- oder Sichtschutz aufsetzen, was die negativen Effekte des Feuerwerks zusätzlich mindert.

Kopflose Flucht in Panik

Wildtiere wie Vögel, Rehe oder Füchse können nicht einfach für eine Nacht an Orte, an denen nicht geböllert wird. Ihnen fehlt das Verständnis für das Konzept von Silvester. In Panik rennen sie einfach nur weg, ohne darauf zu achten, wo sie hinlaufen. Haustiere können trotz Fluchtinstinkt oft nicht weg. Sie kommen nicht durch geschlossene Türen.

Um alte Menschen vor den plötzlichen Knallgeräuschen und unvorhersehbaren Lichtern der Silvesternacht zu schützen, haben viele Kommunen und Städte Verbotszonen um Altenheime eingeführt. Gerade dort leben viele Menschen, die sich an Krieg erinnern können. Viele können nicht mehr unterscheiden, ob die Raketen, die vor der Tür gezündet werden, der Freizeit oder der Zerstörung dienen.

Beim Feuerwerk auf Schutz achten

Will jemand Feuerwerk abschießen, sollte für ausreichenden Schutz sorgen. Dafür plädieren Rettungskräfte, Ärzte und Feuerwehrleute, gerade in den sozialen Medien. Ausreichend Abstand zu Häusern, Fahrzeugen und Gliedmaßen und Schutzausrüstung sind laut deren Aussagen nötig.

Viele Verletzungen heilen zwar und Narben klingen nicht so schlimm, fehlende Gliedmaßen wachsen aber nicht mehr nach. Damit kann es passieren, dass man vielleicht kein Auto mehr fahren darf, kein Sport mehr treiben kann oder vielleicht sogar seine Arbeit nicht mehr ausführen kann.

In vielen Städten, wie in Wolfenbüttel und Schöningen, ist das Böllern in der Innenstadt generell verboten. Dabei geht es den Verwaltungen nicht um die Einnahmen über Ordnungsgelder, sondern um die Sicherheit ihrer Bewohner. Ein Großteil der Häuser in den Altstädten dort sind Fachwerkhäuser. Mit Holz als wichtigem Baumaterial brennen sie schnell. Entzündet eine quer fliegende Rakete ein Haus, ist die Gefahr groß, dass schnell die gesamte Hausreihe brennt.

Beitragsbild: Silvesterfeuerwerk ist an sich hübsch anzusehen, hat aber auch negative Folgen. Foto: Stock

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