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Beim Stadtempfang hat die Stadt Wolfenbüttel klare Signale für Zusammenhalt, Kultur und Zukunftsinvestitionen gesetzt.

Stadtempfang Wolfenbüttel: Kultur, Konsolidierung und Ehrenamt im Fokus

Zuletzt aktualisiert: Montag, 22. Juni 2026, 08:58 Uhr

Beim Stadtempfang 2026 hat die Stadt Wolfenbüttel vor dem Lessingtheater klare Signale für Zusammenhalt, Kultur und Zukunftsinvestitionen gesetzt. Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Ehrenamt kamen zusammen, um Bilanz zu ziehen und den Blick nach vorn zu richten.

Erstmals begrüßten Bürgermeister Ivica Lukanic und Ratsvorsitzender Jan Schröder die Gäste gemeinsam. Damit sollte die enge Zusammenarbeit von Verwaltung und Politik sichtbar gemacht werden.

Im Mittelpunkt der Reden stand die angespannte finanzielle Situation vieler Kommunen. Trotz notwendiger Sparmaßnahmen bekannte sich Lukanic deutlich zur Bedeutung kultureller Einrichtungen. „Kultur ist keine Verzierung des städtischen Lebens, sondern Teil seiner Substanz“, betonte der Bürgermeister. Orte wie das Lessingtheater seien unverzichtbar für Begegnung, Austausch und Identität.

Kommune soll handlungsfähig bleiben

Mit der „Agenda 2030“ habe die Stadt zugleich wichtige Schritte zur Haushaltskonsolidierung eingeleitet, erklärte Jan Schröder. Ziel sei es, die Handlungsfähigkeit der Kommune langfristig zu sichern. Dabei hob er den sogenannten „Wolfenbütteler Deal“ hervor – eine politische Kultur, die von Sachlichkeit und breiten Mehrheiten geprägt sei.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen investiert die Stadt weiterhin in Bildung, Infrastruktur und Sicherheit. Genannt wurden unter anderem das Kita-Chancen-Programm 2030, die neue Doppelturnhalle am Landeshuter Platz, der Entlastungsbau am Gymnasium im Schloss sowie die geplante Sanierung des Jugendfreizeitzentrums. Auch Feuerwehrprojekte, Hochwasserschutzmaßnahmen und die Unterstützung der DLRG wurden hervorgehoben.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung der Innenstadt. Nach der Fertigstellung der neuen Fußgängerzone setzt die Stadt auf Projekte wie „Laden auf Zeit“, die Digitalisierung der Parkhäuser und eine stärkere Vernetzung verschiedener Mobilitätsangebote. Veranstaltungen wie das Altstadtfest, das Maifest oder das ausgezeichnete Summertime-Festival hätten gezeigt, wie lebendig die Innenstadt sein kann.

Auch Demokratie, Klimaschutz und Erinnerungskultur spielten beim Empfang eine wichtige Rolle. Mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen warb Lukanic für einen fairen politischen Wettbewerb und eine klare Haltung gegen demokratiefeindliche Tendenzen. Beim Klimaschutz verwies er auf neue Photovoltaikanlagen und ein eigenes Windrad der Stadt. „Wir brauchen Hoffnung, aber Hoffnung in Arbeitskleidung“, sagte der Bürgermeister.

Emotionaler Höhepunkt des Abends war die Ehrung von Annette Goslar. Die Gründerin und Vorsitzende des AHA-ERLEBNISmuseums erhielt die Ehrenmedaille mit Ehrennadel der Stadt Wolfenbüttel. Gewürdigt wurde ihr langjähriges Engagement für Bildung, Demokratie und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Beitragsbild: Ivica Lukanic und Jan Schröder mit der Geehrten Annette Goslar. Fotos: Stadt Wolfenbüttel

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