Für die Braunschweiger Traditionsmarke Wolters zeichnet sich trotz der Insolvenz des Hofbrauhauses eine Zukunftsperspektive ab. Die Volksbank BRAWO, die Hofbrauhaus Wolters GmbH und die TCB Gruppe haben nach eigenen Angaben eine konkrete Lösung erarbeitet.
Geplant ist, dass TCB die Wolters-Markenfamilie sowie weitere markenbezogene Vermögenswerte übernimmt. Die Originalrezeptur soll dabei erhalten bleiben.
Produktion soll neu organisiert werden
Die bisherige Produktionsstruktur am alten Brauereistandort kann laut den Beteiligten wegen des technischen, strukturellen und immobilienbezogenen Zustands nicht fortgeführt werden. Der Standort soll im Rahmen des Insolvenzverfahrens zum Donnerstag, den 31. Dezember 2026, geschlossen werden.

Künftig sollen Produktion und Abfüllung innerhalb der TCB Gruppe organisiert werden. Die Versorgung von Handel und Gastronomie mit Wolters-Bieren soll dabei ohne Unterbrechung weiterlaufen.
Bis zu 40 neue Arbeitsplätze geplant
Für die Beschäftigten gibt es ebenfalls eine Perspektive: TCB beabsichtigt, bis zu 40 neue Beschäftigungsangebote an verschiedenen Standorten der Unternehmensgruppe zu schaffen.
Die Angebote sollen sich nach den benötigten Funktionen und den jeweiligen Qualifikationen der Mitarbeiter richten. Eine konkrete Zusage für einzelne Beschäftigte gibt es bislang jedoch nicht.
Auch das bisherige Wolters-Betriebsgrundstück soll an TCB übergehen. Ein Nutzungskonzept wird noch erarbeitet. Denkbar ist unter anderem, Teile der Immobilien künftig für Veranstaltungen zu nutzen.
Eintracht-Sponsoring soll bleiben
Auch die regionale Verbindung der Marke soll fortgeführt werden. Dazu gehört nach den bisherigen Planungen das traditionsreiche Sponsoring von Eintracht Braunschweig.
„Die Marke Wolters steht für eine langjährige Geschichte, eine einmalige Rezeptur und eine starke regionale Verbundenheit mit Handel, Gastronomie und regionalen Vereinen.“ Das Ziel sei, diese Elemente zu erhalten und Wolters erfolgreich in die Zukunft zu führen, erklärt die TCB Gruppe.
Entscheidung steht noch aus
Noch ist die geplante Übernahme nicht endgültig vollzogen. Zunächst müssen die Beteiligten die Vereinbarungen abschließen, die zu übertragenden Vermögenswerte rechtlich und technisch prüfen und die endgültigen Verträge ausarbeiten.
Auch das künftige Produktions- und Übergangskonzept muss noch vorbereitet werden. Die genannten Arbeitsplätze, die Nutzung des Standorts und das Sponsoring stehen daher derzeit unter dem Vorbehalt der weiteren Vereinbarungen und erforderlichen Zustimmungen.
Rechtsanwalt Kimon Kantis von ECKERT Rechtsanwälte, der das Insolvenzverfahren begleitet, sagt: „Wir freuen uns, mit der TCB Gruppe einen starken Partner für die Zukunft der Marke Wolters gefunden zu haben.“
Beitragsbild: Die TCB Gruppe will die Brauerei Wolters übernehmen und damit erhalten. Foto: Stock
