Mehr Fläche, mehr Besucher und erstmals eine internationale Band auf der Bühne: Das Ackerfest in Schöppenstedt hat seine eigenen Erwartungen übertroffen. Rund 2.500 Menschen feierten pro Abend. Mit Ignite war zum ersten Mal eine US-Punkrockband mit von der Partie.

Zwei Tage lang spielten 17 Bands am Freitag, den 21. August 2026, und Samstag, den 22. August 2026, auf dem Acker am Stadtrand von Schöppenstedt.
Das Musikfestival fand dieses Jahr auf einer größeren Fläche statt als 2025. Für das Camping hatten die Organisatoren mehr Fläche eingeplant als im Jahr zuvor und zusätzlich eine Fläche als Back-up vorgesehen. „Man weiß vorher nicht, wie die Leute stehen“, begründet Sebastian Niehoff, der dem organisierenden Verein Ackerfezt vorsitzt. 750 Camper zelteten schließlich rund um das Festivalgelände.

Ackerfezt zufrieden mit Festival
Das regnerische Wetter in den Tagen vor dem Ackerfest konnte die Feierlaune der Gäste allerdings nicht trüben. Gummistiefel waren am Freitag und Samstag nicht nötig. Nur der Wind sorgte immer wieder für frische Böen.
Neben Wiederholungstätern wie Final Impact und Drei Meter Feldweg tummelten viele neue Bands im Line-up.



Der organisierende Verein ist „mehr als zufrieden“, wie Sebastian Niehoff erzählt. „Es hat alle Erwartungen übertroffen“, sagt er.
Laut Niehoff waren mehr Gäste vor Ort als 2025. Verkauft hat der Verein 2026 insgesamt 2.950 Tickets. Pro Abend hatte das Ackerfest mit Wochenend- und Tagesgästen gut 2.500 Besucher. Zum Familiennachmittag am Samstag seien zusätzlich circa 400 bis 500 Gäste vor Ort gewesen.
Bier verursacht Stromausfall
Auch wenn Niehoff zufrieden ist, ist manches auch schiefgelaufen. Am Freitagabend fiel in den Essens- und Getränkeständen der Strom aus. Da viele der Betreiber mit Gas kochten, mussten die Gäste dennoch nicht hungrig bleiben.
„An einer Bierbude war eine Steckdose nicht richtig isoliert und es ist Bier darüber gelaufen“, erzählt Niehoff. Ein Techniker habe das Problem aber schnell gefunden.


Headliner in diesem Jahr war die US-amerikanische Band Ignite, die als erste internationale Band auf dem Ackerfest gespielt hat. Die Band spielt Punkrock und Hardcore-Musik und rockte am Sonntagabend um Mitternacht die Bühne.
Der Auftritt war laut Niehoff eine spontane Idee von Markus Finze, dem 2. Vorsitzenden des Vereins. „Er hört die Band schon, seit er Jugendlicher ist.“ Auf die Anfrage über Instagram kam bereits am nächsten Tag die Rückmeldung, dass die Musiker auf dem Festival spielen wollen.
Ignite war begeistert vom Festival
Im Nachhinein waren die Bandmitglieder begeistert. „Es war eine fantastische Zeit heute Abend“, sagt Brett Rasmussen, der Bassist der Band, im Gespräch vor Ort. „Das Publikum war großartig.“ Die Musiker freuen sich, immer wieder an neuen Orten zu spielen.
„Es ist immer so besonders, dass wir die Chance haben zu spielen“, sagt er. „Das macht es spannend. Man will immer neue Türen öffnen und Erfahrungen sammeln.“


Welche Lieder sie auf Festivals wie das Ackerfest mitnehmen, sei nach 30 Jahren Bandbestehen immer wieder schwierig abzuwägen. „Wir versuchen zwei oder drei Lieder aus jedem Album zu spielen“, erzählt Rasmussen.

Nicht immer laufen Auftritte gut, erzählt er. Ein Konzert sei ihnen sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Während des letzten Abends einer mehrwöchigen Tour mit mehreren Bands fiel ihr Konzert wegen Regens aus.
„Wir standen auf der Bühne, und es regnete“, erinnert er sich. Nach zehn Minuten brachen die Organisatoren das Konzert von Ignite ab.
Ackerfest soll groß bleiben
Im kommenden Jahr wollen die Organisatoren vom Ackerfest einige Dinge weiterentwickeln. Der Verein wolle die Größe behalten und die Prozesse im Hintergrund verbessern, berichtet Niehoff von den Plänen.
„Wir sind bei 2.500 Gästen pro Abend an der Grenze, was wir als Ehrenamtliche leisten können“, sagt Niehoff. An einem Konzept wollen sie in den kommenden Monaten arbeiten.
„Wir wollen die Zelte mit festem Boden im Backstagebereich behalten“, sagt Niehoff. Das habe die Abläufe, das Catering und die Lagerung erleichtert.
Beitragsbild: Ignite war der Headliner des Festivals und spielte am Samstagabend. Foto: Sophie Weinmann

Ein Kommentar
Als gebürtiger Schöppenstedter unterstütze ich gern diesen Verein, denn die ehrenamtlichen Mitglieder von Ackerfezt haben es mehr als verdient.
Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir mehr Besucher aus unserer Eulenspiegel Region wünschen.
Vielen Dank an die freiwilligen Helfer und Helferinnen, die zu solch einem Erfolg beigetragen haben.