Nach ihrer Niederlage bei der Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters der Samtgemeinde Elm-Asse gegen Sebastian Niehoff (parteilos) zieht Andrea Föniger (SPD) Konsequenzen. Nach 15 Jahren ehrenamtlicher Kommunalpolitik hat sie sich entschieden, ihre Mandate im Stadt- und Samtgemeinderat nicht anzunehmen. Der Kommunalpolitik vollständig den Rücken kehren wird sie allerdings nicht.
„Nach 15 Jahren ehrenamtlicher Kommunalpolitik habe ich mich entschieden, ein großes Kapitel meines Lebens zu beenden“, erklärt Föniger.
Abschied nach 15 Jahren Kommunalpolitik
Rund sechseinhalb Jahre hatte Föniger das Amt der Bürgermeisterin der Stadt Schöppenstedt inne. Eine Zeit, auf die sie gerne zurückblickt: „Diese 15 Jahre haben mir viel Freude bereitet und mich geprägt. Besonders an meine sechseinhalb Jahre als Bürgermeisterin der Stadt Schöppenstedt werde ich sehr gern zurückdenken.“
Das Amt sei für sie etwas Besonderes gewesen. „Es war mir eine große Ehre, dieses Amt ausüben und gemeinsam mit vielen engagierten Menschen unsere Stadt gestalten und weiterentwickeln zu dürfen“, so Föniger.
Die Entscheidungen der Wählerinnen und Wähler bei den Kommunalwahlen und der Stichwahl akzeptiere sie. Gleichzeitig zieht sie daraus persönliche Konsequenzen: „Die Wählerinnen und Wähler haben bei den Kommunalwahlen und bei der Stichwahl Entscheidungen getroffen, die ich respektiere.“
Ihr Mandat im Samtgemeinderat werde sie daher nicht annehmen. Dem neu gewählten Samtgemeindebürgermeister Sebastian Niehoff wünsche sie „für seine verantwortungsvolle Aufgabe viel Erfolg und eine gute Hand für die Samtgemeinde Elm-Asse“.
Auch Verzicht auf Mandat im Stadtrat
Auch ihr Mandat im Stadtrat von Schöppenstedt wird Föniger nicht annehmen. Dabei habe sie sich über das persönliche Ergebnis besonders gefreut: „Ich habe mich sehr über das große persönliche Vertrauen gefreut und bin dankbar dafür, mit deutlichem Abstand die meisten persönlichen Stimmen erhalten zu haben.“
Die neuen Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat ließen nach Fönigers Einschätzung jedoch keine Fortsetzung ihrer bisherigen Arbeit als Bürgermeisterin zu.
„Gleichzeitig haben die Schöppenstedterinnen und Schöppenstedter einen neuen Stadtrat gewählt, dessen Mehrheitsverhältnisse mir eine Fortsetzung meiner Arbeit als Bürgermeisterin nicht ermöglichen“, erklärt sie.
Diese Entscheidung akzeptiere sie. „Für mich ist deshalb der Zeitpunkt gekommen, Konsequenzen zu ziehen, loszulassen und auch Platz für eine neue Generation zu machen.“
Neuer Lebensabschnitt und mehr Zeit für die Familie
Nach 15 Jahren Kommunalpolitik auf Stadt- und Samtgemeindeebene richtet Föniger ihren Blick nun nach vorn. „Ich gehe mit großer Dankbarkeit für die vergangenen Jahre. Für mich beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt, auf den ich mich sehr freue.“
Dabei soll insbesondere die Familie künftig wieder mehr Raum bekommen. „Ich freue mich besonders auf die zurückgewonnene Zeit mit meinem Mann, meinen Kindern und meinen Enkelkindern – und darauf, wieder mehr Raum für Familie, Freunde und neue Dinge in meinem Leben zu haben.“
Politisches Engagement im Kreistag geht weiter
Vollständig aus der Kommunalpolitik zieht sich Föniger allerdings nicht zurück. Ihr direkt gewonnenes Mandat im Kreistag wird sie annehmen.
„Ganz aus der Kommunalpolitik verabschiede ich mich jedoch nicht: Mein direkt gewonnenes Mandat im Kreistag werde ich sehr gern annehmen. Dort möchte ich mich auch weiterhin engagiert für die Menschen in unserer Region einsetzen“, erklärt Föniger.
Zum Abschluss richtet sie ihren Dank an ihre Wegbegleiter der vergangenen Jahre: „Ich danke allen Menschen, die mich in den vergangenen 15 Jahren begleitet, unterstützt und mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Es war eine intensive, wertvolle und schöne Zeit, die ich nicht missen möchte.“
Für Föniger endet damit ein langjähriges Kapitel ihrer kommunalpolitischen Arbeit in Schöppenstedt und der Samtgemeinde. Ihren Blick richtet sie nun auf das Kommende: „Jetzt freue ich mich auf das, was vor mir liegt.“

5 Kommentare
Das macht DICH nur noch stärker. Wir sind stolz dich zu kennen. Liebe Grüße Sigrid und Horst
Ich kann dem Kommentar von Herrn Oppermann nur zustimmen. Samtgemeinde- und Stadtrat haben nach der Wahl wohl für sie ihre Attraktivität verloren; jetzt ist der Kreistag angesagt .. schade für alle, die Frau Fōninger dafür ihre Stimme gegeben haben. Gruß Kathrin Mank
Andrea ich /wir wünschen dir für Zeit danach von Herzen alles Gute und verstehen deinen Schritt absolut und die Entscheidung für und mit der Familie ist absolut der richtige Weg, gib ihnen die Zeitdruck die sie dir gaben und damit verbunden ein herzliches
Glück Auf
Das mit d m hoch im Kurs in der Stadt und d n Ortsteilen sah gestern anders aus. Denn auch da war sie hinter dem parteilosen Kandidaten.
Ich bedaure die Entscheidung von Frau Föninger, kann es aber verstehen.
Der nächste Stadtbürgermeister muss sich an dem geleisteten messen lassen.
Mit Niederlagen muss man auch im Politischen Amt umgehen können, aber dann gleich alles hinschmeissen, damit straft Sie alle Wähler die ihr die Stimme gegeben haben. Traurig