Auch wenn die AWO‑Freiwilligenagentur sich aus der Samtgemeinde Elm-Asse zurückzieht, bleibt das Engagement vor Ort. Das ehrenamtlich organisierte Ehrenamtsteam Remlingen-Semmensedt setzt seine Arbeit für den Ort und die Umgebung fort. Seinen Mitgliedern fällt mit dem Ende der Agentur aber die Unterstützung der hauptamtlich arbeitenden Mitarbeiterinnen der Freiwilligenagentur weg.
Ende des Jahres stellt die AWO‑Freiwilligenagentur Elm-Asse mit Anna-Rabea Bussler und Alysse Boisneau als Ansprechpartnerinnen ihre Arbeit ein. Die Agentur hat mit einer Mikroförderung verschiedene Vereine unterstützt und das Ehrenamtsteam mit aufgebaut.
Ab 2027 Arbeit ohne Unterstützung
Ab 2027 muss das Ehrenamtsteam seine Arbeit ohne die organisatorische Unterstützung der Freiwilligenagentur fortführen. „Es ist doof, dass die beiden dann hier nicht mehr sein werden“, sagt Stefanie Stadie. Seit der Gründung des Ehrenamtsteams waren die Mitarbeiterinnen der Freiwilligenagentur feste Ansprechpartnerinnen bei Fragen und Problemen.
Zudem hatte das Ehrenamtsteam aus der Freiwilligenagentur tatkräftige Unterstützung bei der Organisation von Veranstaltungen. „Viel Unterstützung bricht weg“, erzählt Nora Lampe. Denn die Mitglieder des Ehrenamtsteams können in ihrer Freizeit nicht so viel leisten wie Bussler und Boisneau in ihrer Arbeitszeit. Auch viele Kontakte, die die Freiwilligenagentur mitbrachte, werden nicht mehr da sein.
Organisatorische Umstrukturierung
Außerdem konnte das Team bei Bestellungen oder Anträgen die Anschrift oder Kontaktdaten der Freiwilligenagentur angeben. Diese offizielle Anschrift fällt jetzt weg.
Wie das Ehrenamtsteam das ab 2027 ehrenamtlich bewältigt, müssen die Ehrenamtlichen noch klären. Das Team blickt positiv auf ihre zukünftige Arbeit. „Wir sind frohen Mutes“, sagt Stadie. Die aktuellsten beiden Veranstaltungen hat das Team schon fast komplett in Eigenregie organisiert.





Gut 15 Leute treffen sich alle zwei Wochen dienstags im Co-Workingspace LandSpace in Remlingen für die Organisation. Insgesamt zählt das Ehrenamtsteam aktuell circa 20 Mitglieder, die bei Verantstaltungen mit anpacken. Es müsse niemand überall dabei sein, jeder hilft, wie und wo es geht.
Von der Pflanzenbörse bis zum Spieletag
Das Gebäude in Remlingen teilen sich mehrere Institutionen. Neben der Freiwilligenagentur und dem LandSpace sitzen dort auch die Polizei und eine Außenstelle der Samtgemeindeverwaltung.

Die Treffen laufen sehr strukturiert ab. Aufgaben sind klar verteilt, eine Tagesordnung festgelegt und jedem Thema eine bestimmte Zeitspanne zugeordnet. Damit will das Team sichergehen, dass alle nötigen Themen besprochen werden, man aber nicht bis in die Nacht hinein sitzt. Außerdem erstellen sie ein Protokoll, damit die Mitglieder die besprochenen Inhalte im Nachhinein nachlesen können.
Von dort aus organisieren sie Veranstaltungen wie Bastel- und Backnachmittage für Kinder und auch eine Pflanzenbörse. Jetzt im Oktober hat das Team mit Kindern in der Grundschule Remlingen Apfelkuchen gebacken. Die Auswahl des Kuchens fiel leicht. „Die Äpfel bekommen wir geschenkt“, erzählt Stade.
Großes in Planung
Für den Rest des Jahres und 2027 stehen schon die ersten Veranstaltungen. Am 8. November soll wieder ein Spieletag in Remlingen stattfinden. Einen Bürgerbrunch soll es auch wieder geben, da er sich großer Beliebtheit erfreut. Auch hat sich Remlingen wieder für Denk. Dein. Dorf qualifiziert, das Stefan Graën betreut. Das Team arbeitet dafür wieder mit der Autorin Kathrin Lang zusammen. Im neuen Projekt ist die Idee, einen Krimi zu schreiben, der in und um Remmlingen spielt. Dabei steht das Team aber erst ganz am Anfang.
Die Mitglieder danken Bussler und Boisneau für die langjährige Zusammenarbeit. Sie hätten es geschafft, das Ehrenamtsteam anzuschieben und auf eigene Beine zu stellen, „damit das Team als Gemeinschaft funktionieren und eigenständig arbeiten kann“.
Beitragsbild: Gut 15 Leute treffen sich regelmäßig, um Veranstaltungen und Projekte zu koordinieren. Fotos: Sophie Weinmann
