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Der erste Wahlsonntag ist geschafft. Sowohl auf Samtgemeinde- als auch auf Kreisebene kommt es aber am 27. September zur Stichwahl.

Elm-Asse: Die Entscheidung fällt erst in der Stichwahl

Der erste Wahlsonntag ist geschafft. Rund 18.000 Einwohner in zwölf Mitgliedsgemeinden mit 33 Ortsteilen der Samtgemeinde Elm-Asse waren aufgerufen, ihre Stimmen bei der Kommunalwahl abzugeben.

Bei den wichtigsten Personalfragen fiel jedoch noch keine endgültige Entscheidung: Sowohl auf Samtgemeinde- als auch auf Kreisebene kommt es am Sonntag, 27. September, zur Stichwahl.

Andrea Föniger tritt gegen Sebastian Niehoff an

Um die Spitze der Samtgemeindeverwaltung mit Sitz in Schöppenstedt treten Andrea Föniger (SPD) und der parteilose Sebastian Niehoff erneut gegeneinander an. Föniger lag im ersten Wahlgang mit 36,3 Prozent vorn, Niehoff folgte mit 35,5 Prozent nur knapp dahinter. Christian Schieder (CDU) erreichte 28,2 Prozent und schied aus. Die Wahlbeteiligung lag bei hohen 71,3 Prozent.

In der Samtgemeinde Sickte allerdings wurde Marco Kelb mit 74,9 Prozent und damit absoluter Mehrheit im Amt bestätigt. Auch in Cremlingen setzte sich SPD-Politiker Jens Drake mit 57,2 Prozent bereits im ersten Wahlgang durch.

Knapper Vorsprung im Rennen um das Bürgermeisteramt

Für Elm-Asse bleibt das Rennen offen. Schöppenstedts Ortsbürgermeisterin Föniger startet mit 0,8 Prozentpunkten Vorsprung. In den verbleibenden zwei Wochen wird auch entscheidend sein, wie sich die bisherigen Schieder-Wähler verhalten und ob beide Kandidaten ihre Unterstützer erneut mobilisieren können.

Andrea Föniger zeigt sich dankbar und kämpferisch: „Das Ergebnis motiviert mich, noch einmal alles zu geben. Jetzt möchte ich auch diejenigen überzeugen, die sich im ersten Wahlgang anders entschieden haben oder nicht zur Wahl gegangen sind. Mit meiner Erfahrung, der Vernetzung, meiner Motivation und einem starken Team führen wir unsere Samtgemeinde auch durch schwierige Zeiten und entwickeln sie weiter.“

Bei einem Wahlsieg wolle sie auf Miteinander und offene Kommunikation setzen: „Als stellvertretende Samtgemeindebürgermeisterin habe ich bereits viele gute Einblicke gewinnen können und sehe inhaltlich große Aufgaben vor uns, die Kitas, Schulen, die finanzielle Situation, die Feuerwehr, Infrastruktur und die Entwicklung unserer Dörfer betreffen. Gemeinsam möchte ich Prioritäten setzen und dann Schritt für Schritt ins Handeln kommen.“

Niehoff ist hohe Wahlbeteiligung wichtig

Auch Sebastian Niehoff will seinen Kurs beibehalten: „Da ich im Hinterkopf mit einer Stichwahl gerechnet habe, werde ich meinen Wahlkampf nicht grundlegend verändern oder mich verstellen. Ich bleibe ich selbst, ansprechbar, offen für Gespräche und mit einem klaren Blick für die Anliegen der Menschen. Gerade als parteiloser Kandidat betone ich, dass ich unabhängig entscheiden und Menschen unabhängig von Parteizugehörigkeiten zusammenbringen will. Für mich geht es um pragmatische Lösungen für die Samtgemeinde Elm-Asse.“

Zugleich ruft er zur Wahl auf: „Eine hohe Wahlbeteiligung ist wichtiger als einzelne Personen oder Ämter, denn sie zeigt, dass Menschen Verantwortung für ihre gemeinsame Zukunft übernehmen. Wer bei meinem Namen sein Kreuz setzt, wählt einen parteilosen Kandidaten mit Verwaltungs- und Führungserfahrung aus der Bundeswehr und der NATO. Ich weiß, wie wichtig klare Zuständigkeiten, verlässliche Entscheidungen, gute Zusammenarbeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Mitteln sind.“

Auch Stichwahl um Landratsposten

Wer die Stichwahl gewinnt, tritt am 1. November 2026 eine achtjährige Amtszeit an. Der oder die Neue folgt auf Dirk Neumann, dessen Amtszeit am 31. Oktober endet und der nicht erneut kandidierte.

Auch die Landratswahl im Landkreis Wolfenbüttel geht in die zweite Runde. Martin Albinus (SPD) erreichte 35,3 Prozent, der von der CDU unterstützte parteilose Tobias Thurau 32,8 Prozent. Leonhard Pröttel (Grüne) kam auf 16,3 Prozent, Björn Försterling (FDP) auf 15,6 Prozent. Bei 69,5 Prozent Wahlbeteiligung verfehlten alle die absolute Mehrheit. Albinus und Thurau treten deshalb am 27. September erneut an.

Stichwahl mit ähnlichem Ablauf wie erster Durchgang

Der Sieger folgt auf Christiana Steinbrügge, die den Landkreis seit 2013 führt und aus Altersgründen nicht erneut kandidieren konnte. Auch der neue Landrat wird für acht Jahre gewählt und übernimmt neben der politischen Repräsentation die Leitung der Kreisverwaltung.

Am 27. September stehen in beiden Stichwahlen jeweils nur die zwei Bestplatzierten zur Wahl; gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhält. Für die Urnenwahl benötigen Wähler Personalausweis oder Reisepass. Briefwahlunterlagen können bei der Gemeinde neu beantragt werden, sofern ihre Zusendung für eine mögliche Stichwahl nicht bereits beim ersten Antrag angekreuzt wurde. Die Wahllokale sind grundsätzlich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Beitragsbild: In der Samtgemeinde Elm-Asse geht es nicht um die Wurst, aber um den Posten des Samtgemeindebürgermeisters. Foto: Stock

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