Jan Plewka vom TSV Germania Helmstedt hat sich mit einem letzten Versuch den Titel im Hammerwurf bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum gesichert. Der 17-Jährige übertraf den bis dahin führenden Favoriten aus Kulmbach um 41 Zentimeter und krönte sich mit neuer persönlicher Bestleistung von 66,87 Metern zum Deutschen Meister.
Plewka reiste als Zweiter der Deutschen Bestenliste an und musste sich nach seinem Titel in der Altersklasse M15 erstmals mit dem schwereren Fünf-Kilogramm-Hammer und einer erweiterten Wurftechnik beweisen. Zudem gehörte er dem jüngeren der beiden U18-Jahrgänge an. Insgesamt gingen 17 Athleten an den Start, sieben von ihnen hatten bereits Weiten von über 60 Metern erzielt.

Plewka warf sich mit zwei Würfen aufs Treppchen
Trainer Bernhard Ulrich und sein Schützling verfolgten deshalb einen klaren Plan: zunächst den Einzug in den Endkampf, anschließend eine Medaille sichern und schließlich um Gold kämpfen.
Bereits mit dem ersten Versuch über 62,13 Meter erreichte Plewka das Finale der besten Acht. Im vierten Durchgang verbesserte er sich auf 63,26 Meter und hatte damit eine Medaille sicher.
Vor dem entscheidenden letzten Wurf setzte Trainer Bernhard Ulrich noch einmal auf Motivation. „Ich habe ihm gesagt, dass er mit einer neuen Bestleistung jetzt sogar den Titel holen kann“, sagte der Coach. Plewka schleuderte den Hammer auf 66,87 Meter. Sein Konkurrent aus Kulmbach konnte im letzten Versuch nicht mehr kontern. Für Jan Plewka ist es bereits der zweite deutsche Meistertitel seiner jungen Karriere.
Der Helmstedter Toncho Tzorov sprang sich zwar nicht auf den ersten Platz, aber aufs Treppchen. Mit 14,8 Metern brachte er eine Bronzemedaille nach Hause.
Auch Charlotte Kirchner vom TSV Lelm überzeugte bei den Titelkämpfen. Obwohl sie am Ende mit Platz vier nicht auf dem Treppchen stand, steigerte sie ihre persönliche Bestleistung deutlich auf 53,75 Meter. Mit vier Würfen über 50 Meter belegte sie einen starken vierten Platz und war die einzige Teilnehmerin ihres Wettbewerbs, die ihre Bestleistung beim Saisonhöhepunkt verbessern konnte.
Beitragsbild: Jan Plewka warf sich U18 zum Deutschen Meister. Fotos: privat
