Schwere Lastwagen sollen künftig nicht mehr durch die engen Straßen der Königslutteraner Altstadt fahren. Die Stadt reagiert damit auf den zunehmenden Schwerlast-Durchgangsverkehr, der insbesondere bei Staus auf der B 1 sowie den Autobahnen A 2 und A 39 zum Problem wird.
Der Landkreis Helmstedt hat nach einer gemeinsamen Bewertung mit Stadt und Polizei nun die entsprechende verkehrsbehördliche Anordnung erlassen. Die Schilder sind bestellt und sollen kurzfristig aufgestellt werden.
Lkw ab 7,5 Tonnen betroffen
Das Durchfahrtsverbot gilt für Nutzfahrzeuge einschließlich Anhängern ab 7,5 Tonnen. Die Beschilderung soll bereits an den relevanten Zufahrten auf das Verbot hinweisen. Stünden die Schilder erst direkt vor dem betroffenen Bereich, wäre es schon zu spät, heißt es aus der Stadt.
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Besonders im Fokus steht die Renne. Dort ist die Straße teilweise so schmal, dass sich schwere Nutzfahrzeuge und entgegenkommende Autos nur schwer begegnen können. Pkw müssen dann abbremsen, zurücksetzen oder auf Seitenbereiche ausweichen. Der Bereich Kattreppeln/Renne ist zudem Teil eines ausgewiesenen Schulwegs.
Die Regelung soll gerade zu Beginn kontrolliert werden, heißt es aus der Stadt. Die Polizei sei dafür zuständig und habe Kontrollen zugesagt. Das soll verhindern, dass Schilder missachtet werden.
40-Tonnen-Sattelzüge in engen Straßen
Navigationsgeräte führen den Ausweichverkehr teilweise mitten durch die Altstadt. Die Stadt dokumentierte dabei zuletzt sogar Fahrzeuge mit bis zu rund 40 Tonnen Gesamtgewicht.
Auch an anderen Stellen gibt es Probleme. Im unteren Steinfeld kam es zu Blockaden. Auf der Schöppenstedter Straße wurden Verkehrsinseln und andere Verkehrseinrichtungen durch schwere Fahrzeuge bereits mehrfach beschädigt.

„Wir wollen unsere Altstadt nicht vom notwendigen Liefer- und Wirtschaftsverkehr abschneiden. Hier geht es vor allem um die Sicherheit der Menschen, die dort wohnen und zu Fuß unterwegs sind“, sagt Bürgermeister Alexander Hoppe.
Lieferverkehr bleibt möglich
Das Verbot richtet sich ausdrücklich gegen Schwerlast-Durchgangsverkehr, nicht gegen sämtliche Fahrzeuge über 7,5 Tonnen. Lieferanten, ansässige Unternehmen, Busse sowie Ver- und Entsorgungsfahrzeuge sollen die entsprechenden Bereiche weiterhin erreichen können.
Beitragsbild: Lieferverkehr soll möglich sein, aber durchfahrende Lkw sollen nicht mehr durch die Altstadt fahren. Fotos: Stock
