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Der erste Wahlsonntag ist geschafft. Sowohl auf Samtgemeinde- als auch auf Kreisebene kommt es aber am 27. September zur Stichwahl.

Neue Kleider für das Rathaus in Schöppenstedt

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 4. Oktober 2026, 19:10 Uhr

Alles neu macht die Samtgemeinde Elm-Asse? Vielleicht. Der Samtgemeinderat hat in der letzten Sitzung der aktuellen Wahlperiode am Dienstag, den 29. September, der Vorplanung der Sanierung des Rathauses in Schöppenstedt zugestimmt. Das bestehende Gebäude muss saniert werden, ein Neubau ist aber auch im Gespräch.

Tiefgreifende Sanierung des Rathauses nötig

Das Rathaus muss nicht nur energetisch saniert werden. Vor allem die festgestellten Brandschutzmängel machen umfangreiche Arbeiten notwendig. Darüber hinaus bietet sich die Gelegenheit, das Gebäude technisch, energetisch und funktional für die Zukunft aufzustellen.

Unter anderem fehlen für einen aktuellen Brandschutz adäquate Rettungswege, Brandschutzwände und -türen. Mit modernisierter Technik und Maßnahmen lasse sich laut Vorplanung zudem der Energiebedarf des Gebäudes massiv senken. Dazu gehören:

  • Erneuerung der Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung,
  • Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes.
  • Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik mit Bewegungsmeldern.
  • Installation einer Photovoltaikanlage.
  • Dämmung der Dachflächen.
  • Erneuerung der elektrischen Haupt- und Unterverteilungen.
  • Rückbau nicht mehr bnötigter Installationen und des vorhandenen Blockheizkraftwerks.
  • Einbau einer Wärmepumpe.
  • Sanierung der Sanitäranlagen.
  • Erneuerung des Trinkwassernetzes.
  • Einrichtung einer aktiven Kühlmöglichkeit für das Rathaus.
  • Modernisierung des großen Sitzungssaales.

Genaue Planung folgt

In der nächsten Zeit soll geprüft werden, welcher Plan in Anbetracht der nötigen Sanierung am sinnvollsten ist. Im Gespräch steht die tiefgehende Sanierung des Rathauses oder ein Neubau. Für Ersteres stehen fast 4,5 Million Euro allein für die Sanierungsarbeiten im Raum. Und das, bevor die Arbeiten überhaupt beginnen.

Alle Fraktionen unterstützen den Antrag. Bündnis 90/die Grünen begrüßten auch die klimaschutztechnischen Vorhaben. „Kommunen müssen beim Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen. Die energetische Sanierung des Rathauses ist deshalb ein wichtiger und richtiger Schritt“, erklärt Fraktionsvorsitzende Angelika Uminski-Schmidt auf Anfrage.

Neben dem Klimaschutz geht es der Partei auch um die Arbeitsbedingungen im Rathaus. Gerade an heißen Sommertagen seien insbesondere die Räume zum Marktplatz hin kaum noch sinnvoll nutzbar. „Das ist weder den Beschäftigten noch den Besucherinnen und Besuchern dauerhaft zuzumuten.“ Auch der Brandschutz und damit die Sicherheit der Mitarbeitenden und Besucher müsste an erster Stelle stehen. Mit Blick auf den angespannten Haushalt müssten auch „alle verfügbaren Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden“.

Parteien unterstützen Antrag

Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Karl-Heinz Müller, gab in der Sitzung zu bedenken, dass die Kosten einer Sanierung noch rapide steigen können. Zum Einen stiegen die Kosten generell kontinuierlich. Zum Anderen ist das Rathaus ein altes Gebäude, bei dem während der Bauarbeiten Probleme zu Tage treten können, die man vor Baubeginn nicht abschätzen könne. Zudem müssten die Verwaltungsmitarbeitenden während der Bauarbeiten anderswo untergebracht werden. Deswegen müsste auch über einen Neubau nachgedacht werden.

Auch die AfD unterstützt den Antrag, wenngleich dieser nur mit „erheblichen Zuschüssen“ umzusetzen sei. Auf Anfrage teilte der Fraktionsvorsitzende mit, dass ein Neubau nicht an gleicher Stelle erfolgen soll.

Rathaus hat auch nicht direkt sichtbare Probleme

In der Einwohnerfragestunde fragte Besucher Manfred Kramer, warum das Rathaus renoviert werden müsse. „Es sieht doch noch gut aus“, sagte er.

Der scheidende Bürgermeister Dirk Neumann (parteilos) betonte in seiner Antwort, dass man Gebäuden nicht immer von außen ansieht, ob sie renovierungsbedürftig sind. Außerdem verdienen die Verwaltungsmitarbeitenden einen funktionierenden Arbeitsort, in dem nicht „das Wasser aus den Lampen läuft“.

In der jetzt beginnenden nächsten Phase, der Leistungsphase 3, werden die groben Pläne konkretisiert und dann dem neuen Samtgemeinderat vorgestellt.

Beitragsbild: In den kommenden Monaten entscheidet sich, ob saniert wird oder neu gebaut. Foto: Archiv

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