Freundschaften schließen, kreativ sein und einfach einmal unter sich bleiben: Bei der regelmäßig stattfindenden Mädchengruppe im Treff „Eule“ in Schöppenstedt steht genau das im Mittelpunkt. Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren bekommen hier die Möglichkeit, eigene Interessen zu entdecken, Neues auszuprobieren und sich in einem geschützten Rahmen auszutauschen.
Die Mädchen treffen sich wie folgt:
- Wo: Treff „Eule“, An der Kirche 3a Schöppenstedt
- Wann: mittwochs von 16.30 bis 18.30 Uhr
- Wer: für alle Mädchen von 8 bis 12 Jahren
Selbstvertrauen durch eigene Erfahrungen stärken
Die Idee hinter dem Angebot ist bewusst entstanden. „Ich bin ein Verfechter für Mädchenarbeit“, erklärt Marcel Neitzke-Hille, der den Treff leitet. Mädchen zu fördern sei gesellschaftlich wichtig, da sie seiner Einschätzung nach noch immer nicht überall die gleichen Möglichkeiten hätten.

Als eines der zentralen Ziele nennt er die sogenannte Selbstwirksamkeit. Die Mädchen sollen durch eigenes Handeln entdecken, was sie können, und dadurch selbstbewusster werden. Gleichzeitig bietet die Gruppe gerade zurückhaltenden Kindern die Chance, Anschluss zu finden und neue Freundschaften zu knüpfen.
Ein geschützter Raum für eigene Themen
Dass ausschließlich Mädchen an den Treffen teilnehmen, ist dabei ein bewusstes Konzept. So können sich die Teilnehmerinnen ausprobieren, ohne sich beobachtet zu fühlen. Auch sensible Themen wie die erste Liebe, körperliche Veränderungen oder Gleichberechtigung können hier ihren Platz finden.
„Hier bin ich so in meinem Selfspace. Dann kann ich mich auch mal zeigen“, beschreibt Neitzke-Hille den Gedanken hinter dem geschützten Rahmen.
Die Mädchen bestimmen mit
Geleitet wird die Gruppe von zwei jungen Frauen, die im Treff angestellt sind. Sie haben gemeinsam mit den Teilnehmerinnen gesammelt, welche Aktivitäten sie sich wünschen. Die Leiterinnen planen zwar auch ein Programm, die Mädchen sollen aber ihre eigenen Ideen einbringen.
Auf dem Programm standen bereits ein Picknick, alkoholfreie Cocktails, das Basteln von Windspielen und gemeinsame Tanzprojekte, nennt Neitzke-Hille als Beispiel. Auch Rollenspiele und kleine Aufführungen entstehen manchmal spontan.
Zwischen vier und zehn Teilnehmerinnen
Wie viele Mädchen kommen, ist unterschiedlich. Im Durchschnitt sind es etwa sechs Teilnehmerinnen, an manchen Tagen vier, an anderen bis zu zehn. Neben Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren können im Einzelfall auch jüngere Mädchen dazukommen.
Beitragsbild: Im Treff basteln die Kinder gemeinsam passend zur Saison. Foto: Sophie Weinmann
