Laut der Niedersächsischen Staatskanzlei kommt der Strukturwandel im Landkreis Helmstedt deutlich voran. Das Landeskabinett hat sich in seiner aktuellen Sitzung am Mittwoch, den 22. April 2026, mit dem Fortschrittsbericht zur Region befasst und eine positive Entwicklung festgestellt.
Im ehemaligen Braunkohlerevier zeigt sich zunehmend, wie der Wandel konkret Gestalt annimmt. Hintergrund ist der bundesweit beschlossene Kohleausstieg bis spätestens 2038. Umfangreiche Strukturhilfen begleiten diesen. Für die Region stehen dabei Fördermittel in Höhe von bis zu 90 Millionen Euro zur Verfügung.
Auch im ehmaligen Revier soll sich etwas tun. Der ehemalige Tagebau soll zukünftig mehrere Zwecke erfüllen. Freizeitziel, Stromerzeuger und ein Naturschutzgebiet soll es werden. Die Pläne dafür sind sogar in der engeren Auswahl des erstmals ausgelobten Norddeutschen Landschaftsarchitekturpreis.
Ein zentrales Projekt entsteht im Helmstedter Ortsteil Offleben. Dort ist ein soziales Quartiersbildungs- und Nahversorgungszentrum geplant. Besonders ältere oder weniger mobile Menschen sollen davon profitieren. Gleichzeitig soll ein neuer Treffpunkt entstehen, der das Gemeinschaftsleben stärkt.
Neue Projekte stärken wirtschaft vor Ort
Auch wirtschaftlich nimmt die Region Fahrt auf. Am Autobahnkreuz A2/A39 bei Königslutter am Elm ist ein großflächiges, nachhaltig ausgerichtetes Gewerbegebiet in Planung. Förderanträge für erste Schritte sind bereits gestellt. Langfristig erhoffen sich die Kommunen neue Arbeitsplätze und eine stärkere Wirtschaft vor Ort.
Vor allem in der Gründungs- und Innovationsförderung sind erste Erfolge sichtbar. Neue Ideen werden weiter geprüft, zusätzliche Projekte könnten folgen.
„Der Landkreis Helmstedt zeigt, dass Strukturwandel aktiv gestaltet werden kann“, betont Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Es würden gezielt Voraussetzungen für Wachstum, Innovation und gute Arbeitsplätze geschaffen.
Beitragsbild: Im Landkreis Helmstedt laufen momentan mehrere Projekte, die die Wirtschaft vor Ort ankurbeln soll. Foto: Stock
