Weil eine Bahnbrücke auf der Bahnstrecke zwischen Braunschweig und Hannover marode ist, müssen sich Fahrgäste teils auf längere Fahrtzeiten und Umwege einstellen. Die Eisenbahnbrücke im sogenannten „EÜ Zweigkanal“ zwischen Groß Gleidingen und Vechelde kann momentan nur noch eingleisig befahren werden.
Ursprünglich sollte die Brücke nach Medienberichten erst 2032 erneuert werden. Bei jüngsten Untersuchungen stellte die Bahn erhebliche Mängel fest. Deswegen darf die Brücke momentan nur in eine Richtung überquert werden. Die DB untersucht die Brücke ab Mitte November, um sich ein genaues Bild zu schaffen.
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Umleitung um die Umleitungsstrecke
Die Strecke ist eine wichtige Ost-West-Achse, die mitunter Hannover und Leipzig miteinander verbindet. Zusätzliche Bedeutung hat momentan die Generalsanierung der Strecke zwischen Lehrte und Berlin. Bis Ende 2027 dient die Strecke über Hannover und Braunschweig eigentlich als Umleitung für den Fern- und Güterverkehr.

Wegen des Zustands der Brücke bei Gleidingen-Vechelde können laut Medienberichten momentan 20 Züge pro Stunde die Brücke passieren. „Um die verbleibenden Kapazitäten möglichst effizient zu nutzen, wurde ein Richtungsbetrieb entwickelt“, teilt die Pressestelle der Deutschen Bahn mit. Die Züge, die von Osten nach Westen Richtung Hannover unterwegs sind, können normal die Brücke passieren. Die Fahrzeuge, die Richtung Braunschweig unterwegs sind, müssen einen Umweg über Hildesheim nehmen.
Konkret bedeutet das: Züge von Braunschweig nach Hannover können die Brücke weiterhin regulär passieren. In der Gegenrichtung müssen Züge einen Umweg nehmen.
Abweichungen eingeplant
Fahrgäste müssen sich keine Sorgen machen, dass die tatsächlich gefahrene Strecke von den Angaben der Fahrplanauskunft abweicht. Die geplanten Umwege auf der Strecke Richtung Braunschweig berücksichtigt das Unternehmen bei der Planung der kommenden Fahrpläne.

Wie lange die Einschränkung bestehen bleibt, kann die DB noch nicht genau sagen. Von Samstag, den 14. November, bis Mittwoch, den 25. November 2026, sollen weitere Untersuchungen stattfinden. Dabei wollen Fachleute auch bislang nicht einsehbare Teile der Brückenkonstruktion überprüfen. Auf Grundlage dessen sollen anschließend weitere Maßnahmen festgelegt werden.
Eine vollständige Sperrung des Streckenabschnitts hält die Deutsche Bahn nach aktuellem Stand nicht für notwendig. Sollte eine Vollsperrung nötig sein, will das Unternehmen schnellstmöglich Umleitungen oder Ersatzverkehre einrichten. Darüber werde aber entsprechend informiert.
Beitragsbild: Müsste man die Brücke sperren, würden die Fahrgäste auf Ausweichrouten oder Schienenersatzverkehr umsteigen müssen. Foto: Stock
