Am vergangenen Sonntag rief der Vorstand des SchElmNet in Schöppenstedt zu einer außergewöhnlichen Mitgliederversammlung. Auf der einen Seite sollte es darum gehen, einige interne Unstimmigkeiten aus dem Weg zu schaffen. Auf der anderen Seite hatte die Zusammenkunft Konfliktpotenzial, vor dem Hintergrund, dass drei Mitglieder des Vorstands bei der kommenden Kommunalwahl gegeneinander antreten – letztlich kam es zur Neuwahl des gesamten SchElmNet-Vorstands.
Außergewöhnliche Versammlung mit Konfliktpotenzial
Die Programmpunkte der Versammlung sind schnell zusammengefasst: Es geht erstens um die Ausführung des Notfalltages am 26. September, zweitens um die grundlegenden Regeln hinsichtlich der Philosophie des SchElmNet und drittens um die generelle Zusammenarbeit des Vorstands untereinander und dessen Wünschen für die Zukunft des Vereins.
Während Punkte eins und zwei in Kürze abgehandelt werden konnten, bot der letzte Tagespunkt jede Menge Konfrontation. Es waren sich alle einig, den Notfalltag durchzuführen – auch, wie bereits beschlossen, mit Sebastian Niehoff als Organisationsleiter. Auch sind die Mitglieder im Konsens, dass es im SchElmNet nicht um die Arbeit eines Vorstands geht, der für den Verein agiert, sondern dass dieser als großes Netzwerk auftritt, bei dem alle mitsprechen können und diese Inklusion durch den Vorstand geleitet und kanalisiert wird.
Interne Spannungen brechen offen auf
Aber in eben dieser offenen und transparenten Zusammenarbeit des Vorstands liegt das Problem, dass sich auf dieser Versammlung Luft machte. Das ganze Ausmaß der Uneinigkeit war manchen anwesenden Mitgliedern gar nicht bewusst. Vieles habe sich über verschiedene Kanäle aufgebaut, einiges ist komplett hinter den Kulissen abgelaufen.
Zunächst hatte Versammlungsleiter Martin Cachej das Wort ergriffen und meinte: „Es schwelt seit Wochen im Hintergrund und es gibt Spannungen im Vorstand.“ Er ließ den Appell folgen, den Verein nicht aufzugeben. Die Idee hinter dem Netzwerkverein sei wichtig, genauso wie eine gemeinsame Lösung.
Netzwerk wichtig für die Region
„Sonst könnte ein recht ernüchternder Eindruck entstehen: Dass Leute immer gerne von Netzwerk reden, aber auseinandergehen, wenn es schwierig wird“, sagte er. Dem konnten die einzelnen Parteien Sebastian Niehoff, Andrea Föniger, Jan Tobias Biedermann und Manfred Kramer, die als Wortführer auftraten, einig zustimmen. Dennoch kritisierten alle die interne Kommunikation.
Besonders Jan Tobias Biedermann griff verbal direkt Sebastian Niehoff an, dass Interna ohne Absprachen genutzt wurden, wodurch unter anderem ein inhaltlich fehlerhafter Artikel in der Presse erschienen sei. Auch direkte Aussprachen untereinander seien ausgeschlagen worden. In diesem Zuge bemängelt Kramer die Kommunikation mittels Messenger-Diensten, anstatt sich von „Angesicht zu Angesicht“ auszutauschen.
Biedermann ließ folgen, dass er unter solchen Umständen nicht im Vorstand weiterarbeiten könne und wolle, auch wenn er sich gerne weiter engagieren würde. Auf die Kritik entgegnete Niehoff nichts. Er verwies auf die anfangs festgelegte Regeln, auf die sich alle wieder besinnen sollten. Letztlich „sei das Projekt viel zu wichtig, als dass es an einzelnen Personen festzumachen. Das SchElmNet muss weitergehen.“
SchElmNet mit neuem Vorstand
Eine Aussage, die nun wieder alle teilten, aber nicht in der bestehenden Konstellation. Damit wurde offiziell die Abwahl des Vorstands um Sebastian Niehoff, Andrea Föniger und Jan Tobias Biedermann beschlossen. Umgehend wurden die Neuwahlen durchgeführt. Unter den Kandidaten wurde Jan Tobias Biedermann wiedergewählt.

Neu ergänzen Mario Trautewig als Schüler, der die Jugend mit in den Verein einbringt, sowie Sophie Weinmann aus der Newsify-Redaktion als in der Region umtriebige Journalistin den dreiköpfigen Vorstand.
Beitragsbild: Bei der Mitgliederversammlung des SchElmNet wurden Unstimmigkeiten heiß diskutiert und schließlich ein neuer Vorstand gewählt. Foto: Sophie Weinmann

3 Kommentare
Herzlichen Glückwunsch zur Wahl. Ich kann es nur gut heißen wenn man sich ehrenamtlich für die Region einsetzt. Chapeau, und viel Erfolg.
Als Beisitzer im Vorstand möchte ich noch einmal zum Ausdruck bringen das ich über den neuen Vorstand erfreut bin.
Aber ich möchte auch betonen wie überrascht ich über den Umgang miteinander bei der Sitzung war. Die Diskussionen waren fair und auf Augenhöhe Danke allen beteiligten
Ich wünsche dem neuen Vorstand eine tolle Zusammenarbeit, viel Freude bei den neuen Aufgaben und ganz viel Erfolg! 🍀💐 Mit euch haben wir wirklich eine sehr gute Wahl getroffen. 👍🏼🥰