Aus dem bisherigen Bolzplatz zwischen Elm-Asse-Platz und Jugendzentrum soll eine moderne Multifunktionsfläche für Kinder, Jugendliche und Familien entstehen.
Der Schöppenstedter Stadtrat begleitet das Projekt bereits seit 2024 und war sich von Beginn an in seinem Ziel einig: jungen Menschen einen attraktiven Ort für Bewegung, Sport und Aufenthalt zu schaffen.
Schüler beteiligten sich an Planung
Einfluss auf die Planungen hatte neben der politischen Diskussion unter anderem eine Beteiligung von 245 Schülern, deren Wünsche in die Gestaltung einflossen. Dazu habe es einen intensiven Austausch mit dem benachbarten Jugendzentrum und der IGS gegeben.
Nach Beratungen im Sport-, Jugend- und Kulturausschuss verständigte sich der Rat im Oktober 2024 auf eine gemeinsame Planung mit Soccer-Käfig, Fitness- und Bewegungsangeboten sowie Aufenthaltsbereichen.
Im Rat gab es bei den Details der Ausprägung und der Anzahl der Fitnessgeräte unterschiedliche Meinungen, die auch immer noch bestehen. Aber die grundlegende Idee für dieses Vorhaben hatte im Rat immer eine große Mehrheit gefunden.
Auch interessant: Jugendliche ab 16 Jahren dürfen ab 2026 auch bei der Kommunalwahl mitbestimmen.
Der Platz wird barrierefrei zugänglich sein. Das sei unter anderem Voraussetzung für die Förderung, erklärt die städtische Bürgermeisterin Andrea Föniger.
Verspätungen wegen nötiger Gutachten
Bis zur Umsetzung kam es jedoch zu Verzögerungen. Für die erforderliche Baugenehmigung mussten unter anderem Kriegsluftbilder ausgewertet und ein Lärmgutachten erstellt werden.
Der ursprünglich geplante Baubeginn verschob sich dadurch. Inzwischen befindet sich das Vorhaben in der Umsetzungsphase. Die notwendigen Bauleistungen wurden im Juli 2026 ausgeschrieben und die Ergebnisse werden bald vorliegen.
Finanzielle Mittel vom Zukunftsfonds
Für die Finanzierung des Projektes stehen Fördermittel in Höhe von 526.300 Euro vom Zukunftsfonds Asse und dem Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig zur Verfügung. Der Stadtrat dankt der Verwaltung ausdrücklich für ihren Einsatz bei der Beantragung und erfolgreichen Einwerbung dieser Fördermittel.
Die hohe externe Förderung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass das Projekt in der geplanten Qualität umgesetzt werden kann. Der Eigenanteil der Stadt Schöppenstedt an den Plankosten beträgt mit etwa 55.000 Euro weniger als zehn Prozent.
Platz für mehrere Generationen vor Ort
Der neue Platz soll deutlich mehr sein als ein modernisierter Fußballplatz. Geplant ist ein generationenübergreifender Bewegungs- und Aufenthaltsort, der Sport, Fitness, Begegnung und Erholung miteinander verbindet. Der Stadtrat blickt deshalb optimistisch auf die Verwirklichung eines Projekts, dessen grundsätzliche Zielsetzung seit Jahren eine breite Zustimmung findet.
Beitragsbild: Die Fraktionsspitzen des Schöppenstedter Stadtrates und Leiter des Jugendzentrums an der künftigen Multifunktionsfläche am Elm-Asse-Platz. Foto: privat

2 Kommentare
Zu dem Kommentar von Stefan Prönnecke möchte ich anmerken: Absatz fünf erwähnt die Barrierefreiheit
In Bezug deiner Anregung hoffe ich das auch das ein oder andere berücksichtigt wird.
Allerdings traue ich dem Stadtrat der hier übergreifend mitverantwortlich war und insbesondere den 245 Schülerinnen und Schüler in diesem Sinne ein Augenmerk zu.
Mich stellt sich die Frage ob die Überschrift “Für alle Generationen“ wirklich ernst gemeint ist?
Grundsätzlich ist es zu begrüßen, dass am Elm-Asse-Platz eine moderne Bewegungs- und Begegnungsfläche für Kinder, Jugendliche und Familien entstehen soll. Was mir in diesem Artikel allerdings völlig fehlt, ist das Thema Inklusion und Barrierefreiheit.
245 Schülerinnen und Schüler wurden beteiligt, Sport-, Fitness- und Aufenthaltsangebote wurden diskutiert und geplant. Aber wurde auch daran gedacht, wie Kinder, Jugendliche oder Erwachsene mit körperlichen, motorischen, sensorischen oder geistigen Einschränkungen diese Fläche tatsächlich nutzen können?
Eine moderne Multifunktionsfläche sollte aus meiner Sicht nicht nur generationenübergreifend, sondern inklusiv geplant werden: barrierefreie Zugänge und Wege, geeignete Aufenthaltsmöglichkeiten und möglichst auch Bewegungs- oder Spielangebote, die Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten gemeinsam nutzen können.
Gerade wenn ein solcher Platz jetzt für viele Jahre neu entsteht, sollte Inklusion nicht irgendwann nachgerüstet werden müssen. Sie sollte von Anfang an Bestandteil der Planung sein. Deshalb wäre für mich eine wichtige Frage an Stadt und Verwaltung! Wie wurde das Thema Inklusion bei der Planung der neuen Multifunktionsfläche konkret berücksichtigt?